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Mai 2017

Revision ISO/TS 16949

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Revision ISO/TS 16949

Auswirkungen auf die Zulieferer

Die IATF 16949:2016 wurde am 01.Oktober 2016 veröffentlicht.

Entgegen den meisten Erwartungen hat sie sich jetzt doch sehr stark an die ISO 9001:2015 angelehnt, bzw. definiert sich selbst als Ergänzung und Detailierung für die Automobil-Industrie.

Aus unserer Sicht ist diese Entwicklung sehr positiv, ermöglicht sie es doch Unternehmen mit mehreren Normen (Qualität, Umwelt, Energie, Informationssicherheit, …) sich in einer einheitlichen Normen-Struktur zu bewegen. Und der Anteil der Betriebe mit mehreren Zertifikaten steigt permanent, schon aufgrund der gesetzlichen Zwänge.

Die ISO-Normen haben als Hauptziel immer die Weiterentwicklung des Unternehmens in Richtung auf den Kerngedanken der jeweiligen Norm. Das führt langfristig zu immer besseren Ergebnissen in diesem Bereich. Mit den derzeitigen Revisionen werden die betrachteten Themen erweitert um Risiko, interessierte Parteien, etc., während bei den Anforderungen an die Dokumentation größere Freiheiten gewährt werden. Diese größeren Freiheitsgrade bei der Dokumentation sind im Hinblick auf die immer weitergehende Nutzung von IT auch in „Randbereichen“ sicher sinnvoll.

Die IATF 16949 ergänzt die Systematik um konkrete Anforderungen der Automobil-Industrie. Ziel ist immer die für Dritte überprüfbare Dokumentation der für die Versorgung der Kunden notwendigen Vorgänge. Das zieht sich von der Planung über die Umsetzung und Unterstützung bis zum Service. Im Kern sollen die Interessen des Kunden geschützt werden.

Interessant für die Zulieferer mit ISO 9001 ist, dass ein nach IATF 16949 zertifiziertes Unternehmen seine Lieferanten auffordern muss auf die ISO 9001:2015 umzustellen. Hier ist es aus unserer Sicht so, dass die Revision der 9001 für Unternehmen den Umgang erleichtert, da diese deutlich besser zu händeln ist.

Für alle Unternehmen gilt, dass die Zusammenführung der verschiedenen Handbücher und Unterlagen in ein integriertes System jetzt noch sinnvoller ist als früher. Diese Integration sollte gleich für eine Konsolidierung genutzt werden. Die Einsparungen durch die einfachere Handhabung werden kurzfristig deutlich.

Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Artikel an andere Interessierte weiterleiten würden. Sollten Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, senden Sie einfach eine E-Mail an info@keil-group.de.

Messe Control 2017 – interessant und erfolgreich

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Messe Control 2017 – interessant und erfolgreich

Messe Control 2017 – interessant und erfolgreich

Die Control ist eine der weltweiten Leitmessen für Qualitätssicherung. In diesem Jahr fand sie vom 09.-12. Mai in Stuttgart statt.

Neben der Weiterentwicklung im taktilen Messen geht der Trend klar zur optischen Vermessung. Hier macht die Technik sehr schnelle Fortschritte – sowohl in der Genauigkeit als auch in der Geschwindigkeit. Die zu messenden Teile werden mit einer oder mehreren Kameras erfasst und in 3-D-Modelle umgerechnet. Die Ergebnisse lassen sich mit den Daten aus der Konstruktion abgleichen um Fehler zu finden. Die Anzahl der möglichen Stichproben erhöht sich dadurch drastisch.

Der zweite Haupttrend ist weiterhin die bessere Nutzung und Vernetzung der gemessenen Informationen. Die statistische Auswertung der gemessenen Daten kann viel einfacher mit der Prozess-Vorausplanung abgeglichen werden. Das führt zu einer sehr viel besseren Qualitäts-Planung und auch zur schnelleren Anpassung der Maschineneinstellungen.

Die Vernetzung der Informationen führt dazu, dass bei ISO-Zertifizierungen direkt aus dem Handbuch auf die entsprechenden Programme verwiesen werden kann. Das bestätigt und erleichtert unseren Ansatz in diesem Bereich.

Interessant für uns war noch ein Aussteller, der sich auf akustisches Messen konzentriert. Hier liegt die Innovation in der Genauigkeit des Hörens und in der Filterung interessanter Geräusche. Diese Technik passt gut zu unserem Produkt PROTECT24, da unübersichtliche Gebäude so wahrscheinlich noch einfacher überwacht werden können.

Ich möchte mich bei allen Standbesuchern für die interessanten Gespräche bedanken und kann jetzt schon sagen: Wir sind nächstes Jahr vom 24.-27. April 2018 wieder dabei.

Harald Keil

Cyber-Security in der Industrie 4.0

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Cyber-Security in der Industrie 4.0

Cyber-Security in der Industrie 4.0

Am Dienstag, 04. Juli 2017, findet der UnternehmerTAG Reutlingen in der Stadthalle statt. Thema des Tages ist IT-Sicherheit.

Die aktuellen Angriffe auf kleine und große Organisationen zeigen die Verletzlichkeit unserer digitalen Gesellschaft. Obwohl viele der betroffenen Unternehmen oder Behörden eine IT-Abteilung haben oder einen externen Dienstleister, der sich um das Thema kümmert, gibt es immer noch genügend Schwachstellen.

Diese Angriffe sind nur ein weiterer – wenn auch spektakulärer- Schritt: Die Angreifer gehen hoch professionell vor, sie nutzen Schadsoftware, die sich ohne Zutun des Nutzers verbreitet und „kidnappen“ Daten, für die sie Lösegeld verlangen – ein gewinnträchtiger Geschäftszweig.

Das Hauptproblem vieler Unternehmen ist, dass auch externe Partner (Call-Center, Handelsvertreter, Zulieferer, etc.) einen mehr oder weniger gesicherten Zugang zur IT-Landschaft eines Unternehmens haben.

Unser Part am UnternehmerTAG ist das Aufzeigen einer Methode zur einfachen und dauerhaft pflegbaren Analyse der Zugriffe auf Ihre Infrastruktur. Die Grundidee hierbei ist, dass der Zugriff immer durch Personen oder Personengruppen erfolgt und man unterscheiden muss zwischen dem PLAN, dem TUN und der ABWEHR.

PLAN ist was erreicht werden soll: Der Servicemitarbeiter muss beim Kunden Zugriff auf die Maschinenakten haben.

TUN ist die Umsetzung in den Bereichen Hardware, Software und Anweisungen:

Der Servicemitarbeiter hat mit seinem Smartphone einen eingeschränkten Zugriff auf die Maschinenakte. Dazu gibt es entsprechende Arbeitsanweisungen.

ABWEHR ist die Nutzung aller Möglichkeiten: Denn genau über ein solches Smartphone kann zum Beispiel ein Virus an der Firewall des Unternehmens vorbei im System platziert werden.

Weitere Themen des Tages:

Dr. Felix Buchmann (SGT Rechtsanwälte) erörtert in seinem Vortrag „Rechtlicher Stand“ die Herausforderungen für Unternehmen im bestehenden und künftigen Rechtsrahmen, insbesondere mit Blick auf Datenschutz und IT-Sicherheit.

Peter Pillath (RVM) beleuchtet das Thema im Hinblick auf Gefährdungen und Versicherungslösungen mit Ansatzpunkten für die Schadensbegrenzung und der Erhöhung der eigenen Informationssicherheit.

Jörg Eisele (WAFIOS AG) stellt die sich ergebenden Möglichkeiten der Industrie 4.0 vor. Die WAFIOS AG konnte die Zeit für das Einrichten der Maschinen drastisch reduzieren und hat zudem die Sicherung des externen Zugriffs auf die Maschinen zukunftsweisend gelöst.

Unter www.Unternehmertag-Reutlingen.de finden Sie das Programm für dem 04. Juli 2017, eine Kurzbeschreibung der Vorträge und die Anmeldung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bis zum 15.Juni 2017 anmelden. Es wird sicher eine sehr interessante und informative Veranstaltung.

Und übrigens: Die Aussicht von der Terrasse der Stadthalle ist spektakulär.

Harald Keil

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